Die Entwicklungsgeschichte des Kreditwesens Teil 1
Cats: Allgemein|Die Entstehung von Krediten und die Entwicklung des Kreditwesens hängt eng mit der Entstehungen von Geld als Tausch- und Zahlungsmittel zusammen.
Bereits aus dem Antiken Griechenland ist bekannt, dass es dort Pfandleiher und Geldwechsler gab. Sie verliehen Geld und oder tauschten Währungen gegen eine bestimmte Gebühr. Die Christliche Kirche verbot in der damaligen Zeit den Tauschhandel. Christen war es nicht erlaubt, gegen Zinsen Geld zu verleihen. Deswegen wurde der Zinshandel damals überwiegend von Juden betrieben. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Zinsgeschäft zunehmend beliebter. Nicht nur Adelige und Könige finanzierten sich ihr Leben durch das Aufnehmen von Zinskrediten. Auch bei den einfachen Leuten wurde dies immer beliebter.
Vorläufer des heutigen Kredithandels waren bereits im Mittelalter geläufig. Es existierte ein so genannter Warenkredit, bei dem es sich nicht um ein Darlehen in Form von Geld handelte, sondern um Saatgut. Dieses liehen sich die Bauern bei ihrem Lehnsherren und zahlten es im Herbst nach erfolgreicher Ernte zurück. Falls eine Missernte auftrat und das Geliehene nicht zurück gezahlt werden konnte, war der Bauer gezwungen, sein Hab und Gut zu verpfänden. Aufgrund dieser Abhängigkeit der Bauern von ihren Landherren wird diese Zeit von Geschichtswissenschaftlern auch als Zinsherrschaft bezeichnet.



